Geschichte von Wissenschaft und Technik


Fermats "letzter Satz"

M. Trömel: Bemerkungen zu Fermats so genanntem letztem Satz.


Frankfurt: eine Stadt der Chemie

An einer Ausstellung über die Wissenschaftsstadt Frankfurt im Winter 1997/98 beteiligten wir uns mit Beiträgen zu Chemikern in und aus Frankfurt:

Chemiker aus Frankfurt: Friedrich Wöhler, Arthur von Weinberg, Otto Hahn
Chemiker in Frankfurt: Rudolf Böttger, Theodor Wieland
Bedeutende Chemiefirmen: Degussa, Hoechst AG
Der Welt älteste Foto-Firma: Adox Schleussner


Über Chemiker aus Frankfurt berichten auch folgende Textbeiträge:

M. Trömel, W. Wetzel, L. Fink: "Geboren in Frankfurt" / Berühmte Chemiker aus der Main-Metropole. Forschung Frankfurt 16 [4] (1998) 26-35.

M. Trömel, W. Wetzel: Die Chemischen Institute der Frankfurter Universität: Vom Physikalischen Verein zum Fachbereich Chemie. Forschung Frankfurt 18, Sonderband zur Geschichte der Universität. (2000) 84-91.

Von dem Frankfurter Professor Hermann Hartmann (Physikalische und Theoretische Chemie) handelt der folgende Beitrag (hier zum Ausdruck in Querformat):

M. Trömel: Die Frankfurter Gelehrtenrepublik. Neue Folge (Hrsg. G. Böhme), Schulz-Kirchner Verlag, Idstein 2002, S. 199-214
 


Irrtum und Wissenschaft

M. Trömel: Der Mathematisch-Naturwissenschaftliche Unterricht (MNU) 58 [1] (2005) 139-142


Karolingische Astronomie: Stimmt die Chronologie?


Vor einigen Jahren wurde die These propagiert, die dreihundert Jahre zwischen etwa 600 und 900 n.Chr. seien eine erfundene Zeit, die nie stattgefunden habe. Alle Berichte aus dieser Zeit seien gefälscht; astronomische Angaben seien nachträglich berechnet, da astronomische Beobachtungen verpönt gewesen seien. Quellenschriften aus dieser Zeit berichten jedoch über astronomische Ereignisse, die vor dem 17. Jahrhundert nicht berechnet werden konnten. Diese Berichte wurden nachweislich schon früher zitiert und diskutiert, so dass sie auf Beobachtungen beruhen müssen. Zudem wurden manche missverstanden, z.B. die erste europäische Beobachtung von Sonnenflecken im Jahr 807.

Die Rückberechnung bestätigt ca. zwanzig der Beobachtungsberichte aus der Zeit von 790 bis 850 n.Chr., zumeist Sonnen- und Mondfinsternisse, aber auch Angaben über Planetenstellungen sowie die Erscheinung des Halleyschen Kometen im Jahr 837. Nebenbei wird auch eine Angabe von Plinius dem Älteren bestätigt, im Jahre 71 n.Chr. hätten sich innerhalb von 15 (bzw. 16) Tagen eine totale Sonnenfinsternis und eine Mondfinsternis ereignet. Nach alledem kann die Chronologie der Karolingerzeit auf Grund der astronomischen Angaben nicht bezweifelt werden.

M. Trömel: Internationale Zeitschrift für Geschichte und Ethik der Naturwissenschaften, Technik und Medizin (N.T.M.) 10 (2002) 156-171

(Vorsicht! 16 Seiten Original, ca. 9 MB!)
 


Lise Meitner und Otto Hahn:


Seit Jahren ist die Entdeckung der Kernspaltung Gegenstand einer Legende, die anscheinend dazu dienen soll, Lise Meitner zu glorifizieren und Otto Hahn schlecht zu machen. Die kritiklose Übernahme dieser Legende durch Wissenschaftshistoriker gab Anlass, die Geschichte der Entdeckung an Hand der Quellen zu verfolgen:

V. Morgenweck-Lambrinos, M. Trömel: Lise Meitner, Otto Hahn und die Kernspaltung: eine Legende aus unseren Tagen. Internationale Zeitschrift für Geschichte und Ethik der Naturwissenschaften, Technik und Medizin (N.T.M.) 8 (2000) 65-76

Eine Antwort der Autorin, die erfreulicher Weise zugleich mit unserem Artikel abgedruckt wurde (ebenda, S. 77-84), liess uns noch einmal Stellung nehmen:

V. Morgenweck-Lambrinos, M. Trömel: Wissenschaft und Legende: eine Nachbetrachtung zu “Lise Meitner, Otto Hahn und die Kernspaltung: eine Legende aus unseren Tagen”. Internationale Zeitschrift für Geschichte und Ethik der Naturwissenschaften, Technik und Medizin (N.T.M.) 9 (2001) 29-40

Als im Sommer 2001 die umfangreichste und ausführlichste Darstellung der Legende, eine Biographie Lise Meitners, auch in deutscher Sprache erschien, war diese Gegenstand einer Rezension in der Tagespresse:

M. Trömel: Freunde bis in den Tod: Otto Hahn und Lise Meitner. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. Oktober 2001, Seite N1

Der 125. Geburtstag Otto Hahns war Anlass für eine Veröffentlichung, hier wegen des Umfangs so wiedergegeben, dass nur der Text zu erkennen ist:

M. Trömel. Forschung Frankfurt 2004 [3-4], 70-76.